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Anbieterauswahl: Danhaus

D.HausHallo Ihr Baublogleser, liebe Hühnerliebhaber und Hasenversteher, liebe Beagelfreunde,

irgendwann muss man ja mal anfangen mit der „Bemusterung“ der Anbieter von Fertighäusern. Wir starteten, angelockt vom 1-Liter Haus und getrieben von der Google-Suche in einem Danhaus-Musterhaus. Nach anfänglich etwas chaotischer Kontaktaufnahme (Die Musterhausbetreiber be-spaßten den Besucherauflauf einer Baumesse.) vereinbarten wir einen Termin, der am Nachmittag des 22.März 2013 stattfand.

Eine charmante, mittelalte Dame, nennen wir sie mal Frau W., empfing uns mit dem geringschätzigem Blick einer Wahrsagerin vom Rummelplatz auf der Türschwelle ihres Musterhauses. Immerhin, sie ließ uns eintreten und wir wurden zu einem unbequemen Kunstledersofa geleitet, auf dem unser „Beratungsgespräch“ stattfinden sollte.

Da mein eigenes Federkleid an diesem Nachmittag nicht auf Hochglanz poliert war (es hatte sich ein wenig Schmutz an meinem Hosensaum verfangen, der von einem zuvor absolvierten Hundespaziergang stammte) sah ich wohlwollend über das Auftreten von Frau W. hinweg und ließ mich zunächst unvoreingenommen auf das nun folgende Gespräch ein. Mich beschlich dabei aber mehr als nur einmal das Gefühl, dass die Dame beim Anblick meiner Jeanshose ihr Urteil über unsere Zahlungsfähigkeit bereits gefällt hatte und in dieses Gespräch nicht mehr Aufwand als notwendig investieren wollte.

Frau W. zückte einen Danhaus Block von einem Stapel Danhausblöcken auf dem Beistelltisch neben dem Sofa, zog die rechte ihrer Augenbraun nach oben und begann mit der Diagnose unseres Anliegens. „Haben WIR denn schon ein Grundstück? Wie groß hätten WIR es denn gerne – unser Dahnhaus und welche Dachform darf es denn sein.

Bei der Frage: „Und wieviel darf es denn kosten, das Danhaus“ machte Frau W. einen sehr wissenden Gesichtsausdruck und nur weinige Augenblicke später hatte Sie für uns unsere „Einkaufsliste“ angefertigt, blätterte dann wortlos hastig durch einen ihrer Kataloge, bestimmte einen Haustypen und nannte uns den Preis ihrer für uns bestimmten Luxusmiste von Danhaus.

Unsere Fragen, weshalb sie denn gerade diesen Basishaustyp ausgewählt hatte, ob es Alternativen hierzu gäbe und wenn ja, welche, verpufften allesammt in der stickigen Luft des Musterhauses. Frau W. warf sich dann aber nochmals so richtig ins Zeug, als Sie die einzelnen Punkte auf der von ihr angefertigten Einkaufsliste mit Preisen versah, um ihren Endpreis etwas plausibel zu machen.

Nach ca. 30 Minuten hatte Sie dann Ihre grobe Kostenrechnung fertig gestellt und entließ uns mit dem Ratschlag, uns dringend um das Grundstück und die Finanzierung zu kümmern. Sie selber werde die nächsten 3 Wochen im Urlaub sein. Danach sei sie eventuell einverstanden, erneut mit uns in Kontakt zu treten.

Danhaus war allerdings mit Ende des Termins auch aus unserer Anbieterliste entfernt.

PS.: Frau W., sollten Sie in Ihrem Leben irgendwann einmal über diesen Blogeintrag stolpern; es gibt Menschen mit denen möchte man einfach keine Geschäfte machen. Sie haben es bereits beim ersten Händeschütteln in diese Gruppe geschafft. Mein huhnischer Respekt für diese Leistung!

Edit: Frau W. versuchte dann ganze 3,5 Monaten später uns zu erreichen.

 

Anbieterauswahl: Schwörer Haus
Also bitteschön, hier beginnt es
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