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Bemusterung in Frankenberg (Teil 2)

TreppeNach dem Essen und zurück im Bauherrenzentrum hielt ich mich die ersten Minuten an der Kaffeemaschine auf. Da mir mein erster Cappuccino am Vormittag etwas schwachbrüstig erschien, testete ich im zweiten Durchlauf, ob denn auf den Cappuccino auch noch ein Espresso in die Tasse passt. Tat es – fortan abonnierte ich also den Cappuccino mit Extra Shot  und 2 Dänischen Butterkeksen.

In der Bemusterung ging es nun mit der Innenausstattung weiter

Die Heiztechnik:

Wir schauten uns unsere Gasbrennwerttherme, den 300l Warmwassertank und die Solarflächen von Viessmann und die kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage von Zehnder an. Dann musterten wir Aluminium-Belüftungsgitter für den Fußboden auf.

Der Stromplan:

Wir entschieden uns für Standard-Lichtschalter. Der Hase musterte allerdings einige Lichtschaltungen, Lichtauslässe und Steckdosen auf. Ausserdem wurde eine für uns eventuell überflüssige Homeway Anlage aufgemustert, die Selbstverkabelungsfaulheit setzte sich an dieser Stelle durch. Wir verzichten dafür auf die Photovoltaik Vorbereitung, da weder Hase noch ich davon ausgehen, dass sich Photovoltaik auf dem Mistendach in Zukunft rentieren wird.

Die Treppe:

Wir nehmen eine helle keilverzinkte Buchen-Treppe, die Handläufe und Treppenzargen werden anthrazit gebeizt, die Geländerstangen mustern wir in Edelstahlstangen auf.

Und sonst so:

Da der Hase in der Mistenküche später auf Gas Kochen möchte, wurde für den Heizungsbauer eine Anweisung zum Legen der Gasleitung in die Küche hinzugefügt. Die Abrechnung dieser Tätigkeit erfolgt dann später direkt mit der Heizungsfirma gegen Nachweis und Material.

WanneDie Badezimmer:

Hatten wir bei der Werkvertragsunterzeichnung noch gedacht bei der Ausstattung des Badezimmers mit Fliese und Keramik durch eine externe Firma und mit etwaigen Eigenleistungen finanzielle Vorteile zu erlangen, wurde wir beim Einholen diverser Angebote dann aber eines besseren belehrt. Gespart hätten wir lediglich dann, wenn der Hase die Bäder vollständig in Eigenleistung eingebaut hätte. Diese Tätigkeit traute sich der Hase dann aber  nicht zu. Deshalb lassen wir jetzt die Badezimmer jetzt doch von Fingerhaus machen. Verglichen mit unseren Angeboten haben wir den Fingerhaus-Preis zudem als sehr fair empfunden.

Die Sanitärobjekte:

Schon seit November letzten Jahres standen einige der Sanitärobjekte fest. Die WCs sollen  Spülrandlosen Icons von Keramag sein, nebst passender Waschbecken. Im Hauptbad oben sollte eine bodengleiche Hasendusche eingebaut werden und eine Eckbadewanne für mich mußte her. Passend zu der Auswahl der Armaturen musste der Beagle dann Gassi gehen und machte dies auf eine für ihn eher unkonventionelle Art deutlich. Der Hase musterte also in unserer Abwesenheit im Hauptbad schönere Armaturen für Waschtisch, Wanne und Dusche auf (die Artikelbezeichnung habe ich vergesssen, wird aber nachgeliefert.) Das Gäste WC erhält eine Standardarmatur.

Die Fliesenauswahl:

Da ich mittlerweile genauso ermüdet wie der Beagle war und der Hase und ich etwas unterschiedliche Vorstellungen bei den Badfliesen hatten, musste mich bemühen einen Anflug von Zickigkeit zu unterdrücken. Der freundliche Herr S. machte diverse Vorschläge von denen mir allerdings auf den ersten Blick erst keiner gefiel. Immer wieder kreise ich durch die Badezimmer, der Hase sucht zwischen den Fliesen herum und Herr S. flüchtet alsbald in sein Büro und bearbeitet das Bemusterungsprotokoll. Als er zurückkehrt sind der Hase und ich immer noch unentschieden. Boden dunkel, Wand hell, sagt der Hase. Wand Dunkel, Boden hell entspricht dagegen meinen Vorstellungen. Ich mag keine weiße Keramik an weißen Fliesen. Herr S. zeigt dem Hasen dann eine metallic-farbene Fliese, die mir auch gefällt und wir einigten uns auf Boden metallic und Wand strukturiert Cremefarben.

17.30 Uhr – Tag 1 vorbei. Herr S. gibt uns das Bemusterungsprotokoll des ersten Tages als Nachtlektüre mit in den Feierabend. Herr S wollte  noch die Badezimmerpläne anfertigen und einige offene Fragen klären. Der Beagle und ich schlendern in die Pension Ederstrand zurück, wo wir uns gemeinsam aufs Bett warfen und direkt in einen tiefen Schlaf fielen.

Fliesen

 

Der zweite Tag

Tag 2 begann für mich um 3.51 Uhr! Der Hase richtete sich räuspernd im Bett auf und wartete geduldig auf den Erfolg dieses plumpen Weckversuchs. Während ich gerade so eben vorsichtig ein halbes Auge aufklappte, platzte es schon aus ihm heraus. „DAS BAD KANN SO NICHT BLEIBEN!!!“ erklärte er aufgeregt und belegte die ausgesuchten Metallicfliesen mit allerhand Schimpfwörtern.

Da keine Chance bestand, diese Unterhaltung weiter aufzuschieben, verließ ich meine Schlafposition, klappte mein Notebook auf und suchte die nächsten 2 Stunden nach einer guten Inspiration für unser Fliesenproblem. Hellgrau und Dunkelgrau war das Inspirationsergebnis und ich saß um 7 Uhr im Gegensatz zum Hasen mit Ringen unter den Augen im Frühststücksraum der Pension Ederstrand. Der Hase ist nach seiner Fliesenpredigt nämlich wieder umgekippt und eingeschlafen.

Badezimmer – die zweite:

Dem erstaunten Herrn S. unterbreiten wir, dass sein metallic-farbener-Fliesenvorschlag über Nacht vom Hasen verdammt wurde und mir nun plötzlich doch sein allererster Fliesenvorschlag am besten gefiel. Diesen ersten Vorschlag hatte ich am Vortag noch empört als „taubenfarbig“ abgelehnt. Es gab noch eine andere Fliese, die mir gefallen hätte, beim Blick auf den Aufpreis pro Quadratmeter war sie dann aber doch nicht mehr so schön.

Herr S. muss die Badezimmerpläne erneut anpassen, so dass wir 30 Minuten Pause hatten, bevor die Abschlußbesprechung der Bemusterung an der Reihe war. Wir nutzten die Zeit und gingen noch einmal alle Aufpreise durch. An dieser Stelle entscheiden wir uns gegen von Fingerhaus platzierte Doppelsteckdosen. Abzüglich dieser Posten sieht der Bemusterungsaufpreis jetzt zu meiner Zufriedenheit aus.

Abschlußbesprechung im Büro des Herrn S.:

Mittlerweile pendele ich zwischen dem Büro von Herrn S, dem WC und der Kaffeemaschine fast im 10 Minuten Takt hin-und her, da die kurze Nacht ihre Spuren hinterlassen hat. Der Hase unterschreibt sich die Pfoten wund und gegen 13.30 Uhr verlassen wir erschöpft aber zufrieden das Bauherrenzentrum von Fingerhaus. Die Bemusterung ist geschafft und jetzt geht das Warten auf die Ausführungsplanung los.

Das Fazit:

Wenn die Bemusterungstage auch anstrengend waren, so haben wir uns die ganze Zeit wirklich sehr wohl bei unserem Bemusterungsberater Herrn S. gefühlt. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön. Jede Frage wurde ausführlich beantwortet. Wenn Herr S. keine Antwort wußte, hat er sofort zum Telefon gegriffen, um eine Antwort zu bekommen. Und für mich persönlich ganz wichitg, ich hatte während dieser 2 Tage kein einziges Mal das Gefühl, dass Fingerhaus versucht, hier noch einmal durch Aufmusterungen Geld am Bauherrn zu verdienen.

 

Technisches Misten-Tuning aus huhnischer Beobachtung
Bemusterung in Frankenberg (Teil 1)

3 Responses

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  2. Christian
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    Ich kann den Hasen ja so gut verstehen, mir ging es mit Biancas Tapete nicht anders 😀

    • Miss Huhn
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      Pffff! Der Hase bekommt Mitgefühl und ich musste mitten in der Nacht aufstehen, um Fliesen zu ändern, die ich von Anfang an nicht haben wollte. Unverschämt! 😀 😀 😀

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