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Der Tag der ersten Mistenvertrags-Unterzeichnung

WerkvertragGenüsslich scharre ich mit meinem frisch lackierten Schnabel im warmen Südseestrand unter Palmen…..

dann zerreißt das ohrenbetäubende Scheppern eines Weckers das leise Rauschen des Meeres und ich werde unsanft aus dem Schlaf gerissen. Es ist Samstag morgen – was ist denn hier los? Ach ja, schlagartig erinnerte ich mich, Frau R. wird in knapp 2 Stunden im Türrahmen unserer Mietmiste stehen, denn heute ist der Tag der Werksvertragunterzeichnung.

Hase und Hund wollten halt unbedingt Köpfe mit Nägeln versehen (oder war das andersrum?) egal, mit irgendeinem Schritt muss man ja starten – zur Auswahl standen Finanzierung, Werkvertrag oder der Grundstückskauf. Mir war die Reihenfolge dabei grundsätzlich erstmal egal.

Die Finanzierungsunterlagen verschoben sich laut Hase aufgrund einer Systemumstellung bei der von uns präferierten Bank, der Grundstückskauf hätte getätigt werden können, aber erst gestern lag das Ergebnis des Bodengutachtens auf dem Schreibtisch des Hasen und aus diesem Grund war also die Werkvertragsunterzeichnung der erste große Schritt in Richtung Luxusmiste.

Frau R. hatte zuvor auf zauberhafte Weise durch unzählige Telefonate und einem weiteren Treffen alle unsere Wünsche, Unsicherheiten und sonstige Dinge fein säuberlich in einem huhnisches Dokument notiert. Dieses wurde dann zur endgültigen Bepreisung an die Firma Fingerhaus gesendet. Bis das Angebot allerdings wieder bei uns eintrudelte, hieß es erst mal wieder warten, warten, warten.

Ich übte mich in dieser Warte-Situationen lieber in verhaltenem Pessimismus und hatte mir vor meinem geistigen Auge schon allein wegen der zu erwarteten Rechnung einige Szenarien panischer Herzatacken ausgemalt.

Ein gewaltiger Berg Süssigkeiten versuchte mir die Wartezeit zu versüßen und mich von meiner ängstliche Hühnerhaut abzulenken. Dann, eines Tages ertönte inmitten einer huhnischen Besprechung plötzlich ein „biiiiiiiing“ und die eMail von Frau R. befand sich im elektronischen Briefkasten des Netzbuches.

Nur nicht nervös werden, tief durchatmen, Doppelklick und den Anhang aufgemacht, nicht weiter lesen, sondern direkt bis ans Ende durchscrollen. Dort muss sie stehen, die Summe die mir gleich den Garaus machen wird. Nochmals tief durchatmen, Augen scharfstellen – nochmal blinzeln.

Häääh, achso, ich hätte mit hier eindeutig mit mehr gerechnet, stand da doch in etwa die gleiche Summe wie zuvor von Frau R. geschätzt wurde. Wunderbar, und dass ist der angenehmste Gedanke, der mir zuerst durch meinen Hühnerkopf geht. Aber gleich darauf machten sich auch schon huhnische Zweifel in meinem Kopf breit, ob Frau R. und der Fingerhäuserfachberechner auch wirklich alles aufgelistet? Es wurde nochmals alles quergelesen und festgestellt, aber es fehlte nichts.

Sofort wurde Frau R. kontaktiert und ein Termin zur Vorlage des Werkvertragsschriftstück vereinbart. Genau dieser Termin ist heute. Und weil Frau R. sich sicherlich dachte, dass das Leben mit Schulden besoffen besser zu ertragen ist, wurden wir nach der Unterzeichnung direkt mit einer Flasche Champagner ausgestattet.

Schritt 1 geschafft. Gut wir haben uns noch 2 Vorbehalte einräumen lassen. Der Hase wollte drauf verzichten, aber der huhnische Pessimismus setzte sich am Ende durch.

Bisher lag ja auch nur dieses Bodengutachten vor, aber mir hatte noch kein Architekt bestätigt, dass die Miste auch problemlos auf dem gewünschten Mistengrund platziert werden kann.

Hasen verdrehen darüber gern die Augen, Hühner kaufen Misten nicht im Sack!

Fortsetzung folgt….

 

Mistengrund und Boden unter architektonischen Gesichtspunkten
Hochflächensande mit glanzsandigem Untergrund, das Bodengutachten!

One Response

  1. […] Misten-Bauzeit ist jetzt zum Greifen nahe. Im Werkvertrag vor 9 Monaten hatten wir festgelegt, das unsere Miste im Juni 2014 geliefert werden soll. Den genauen Zeitpunkt, […]

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