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die Grundstückssuche – ab in den Speckgürtel Teil 1

Als Huhn sucht man im übrigen keine Ostereier, sondern man produziert sie, um sie dem Osterhasen zur „Einfärbung“ zu überlassen.

Was also kann man am Osterfest besseres machen, als Hase nebst Hund ins Auto zu packen und auf eine spannende Erlebnistour durch den Berliner Speckgürtel zu fahren. Die Wochenendtour diente überdies einem höheren Ziel, denn eins ist sicher, ein Grundstück innerhalb der Hauptstadtmauern kann nur mit Hilfe eines größeren Lottogewinns erworben werden.

Außerdem haben wir Hühner ja auch schon eine bestimmte Vorstellung für das Landstück auf dem die Luxusmiste dereinst stehen soll: Ein Haus steht ländlich, einzeln und nicht wie an einer Schnur aufgezogen Reihe an Reihe in der stinkenden Stadt. Der Wölfe wegen sollte es natürlich auch nicht Mitten in der brandenburgischen Wildnis stehen. Eine S- oder Regionalbahn gehört zu den Grundparametern.

Als Stadthuhn erkundet man das Berliner Umland im allgemeinen nicht und so mußte ich mich mit Kartenmaterial ausstatten, bevor die Sichtung des neuen Lebensraums beginnen konnte. Mit dabei das Netzbuch, das über die ländliche EDGE-Verbindung den ganzen Tag mit Immobilienscout kommunizierte, um verkäufliche Grundstücke in der Umgebung auszuspähen.

Die erste Tagstour führte in den Südosten über Zeuthen, Königs-Wusterhausen, Hennickendorf, den Stienitzsee und Straußberg wieder zurück in die Hauptstadt.

Zeuthen schien eigentlich ein ganz schönes Örtchen zu sein, das aber leider wegen des drohenden Lärms, des im Bau befindlichen BER-Flughafens (sollte er jemals fertiggestellt werden) ausschied.

Königs-Wusterhausen entspricht weder huhnischen noch hasischen Ansprüchen und auch der Beagle schien nicht angetan zu sein, denn an keinem Strauch wollte er das Bein heben.

Der Stienitzsee in Hennickendorf hatte ein paar schöne Baugrundstücke in Wassernähe zu bieten. Außer dem Idyll fehlte es allerdings an anderen notwendigen Dingen des huhnischen Lebens. Hier konnte man alles ausschließlich mit dem Auto erreichen – auch das Sonntagsbrötchen wäre fußläufig nicht zu erhaschen und eine Fahrt nach Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unmöglich gewesen. Und so verabschiedeten wir uns auch vom Luxus-Idyll eines Grundstücks am See.

Straußberg nahmen wir eigentlich nur noch so mit, weil es der nächste größere Ort nach Hennickendorf  war. Die Entfernungen auf dem Rückweg in die Zivilisation dann am eigenen Federkleid zu erleben war noch mal eine ganz andere Nummer.

Fortsetzung folgt.

 

die Grundstückssuche - ab in den Speckgürtel Teil 2
Anbieterauswahl: Schwörer Haus
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