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finanzielles Gedankengut

LuxusmistenschatzsucheAb ins Eigenheim, ja, nur WIE?

Irgendwann stellt sich in jedem Hühnerstall die folgende Frage: Wieso und wie lange sollen wir den Vermietern noch unsere sauer verdienten Eier in den Rachen werfen. Besser wäre es doch, das gesamte Geld in die eigene Tasche zu wirtschaften, um damit eine Immobilie zu finanzieren.

Eine Wohnung, ein Haus, ein Schloss oder einfach nur eine gewöhnliche Luxusmiste zum Wohlfühlen.

Eine Beratung über die eigenen finanzellen Möglichkeiten musste her. Zunächst wurde ein Termin bei einem unabhängigen Finanzierungsheini gemacht, der auf möglichst viele Finanzierungskonditionen Zugriff haben sollte.

Zunächst stand die Überprüfung der eigenen finanziellen Möglichkeiten auf dem Plan.

Wie das funktioniert ist in der nachfolgenden Beispielrechnung einer fiktiven Hühnerhaltung aufgelistet.

Familie Musterhuhn wohnt in einem klapprigen Hühnerstall der Jahrhundertwende. Sie zahlt  780,- € kalt und das für vier Stangen (Zimmer), Küche und Bad und einem kleinem Balkon. Die Familie ist mittleren Alters und wird voraussichtlich auch noch weitere 20 Jahre wie gewohnt Eier legen können.

Die Kosten für Federkleid, Körnerfutter und dem monatlichen Allerlei bleiben bei der Finanzplanung unberührt, genauso wie die zu erwarteten Mehrbelastungen durch steigende Mieten.

Also Bleistift gezückt und zusammengerechnet:

780,- € * 12 Monate = 9.360,- € Miete kalt im Jahr

9.360,- € * 20 Jahre = 187.200,- € nur an Kaltmietausgaben!

Zu dieser Summe hinzugerechnet werden dann die Ersparnisse in Form von Bausparverträgen, Sparverträgen oder anderen Rücklagen, die für das Eigenheim herangezogen werden können.

Und dann hat man sie auch schon, die Endsumme, die die finanziellen Möglichkeiten festlegt.

Mit dieser Endsumme geht es dann daran, die Kreditkondition der Banken vergleichen. Zinsen, Möglichkeiten zur Sondertilgung, Änderung des Tilgungssatzes, Vertragslaufzeit, Service und Kosten eines etwaigen Kreditvertrags müssen gut verglichen werden.

Am Ende steht dann nur noch die Entscheidung für oder gegen das Abenteuer Eigenheim.

Wir haben uns schließlich für „No Risk no Fun“ entschieden.

Edit: Anmerkung der weiblichen Seite – ich bin in Anbetracht der Rechnung mehr als einmal panisch in Ohnmacht gefallen. Besonders weil der Punkt „Die Familie wird voraussichtlich auch noch weitere 20 Jahre wie gewohnt Eier legen können.“ wie eine böse Wolke über mir schwebte. Andauernd schoben sich Gedanken in meine Hirnwindungen, die mir die Frage stellten, was denn passiert, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt – Krankheit, Arbeitslosigkeit …. . Es hat einige Zeit gedauert, bis ich persönlich zu der Erkenntnis gelangt war, dass das einzige, was in einem solchen Falle verloren ist, sich auf das Ersparte begrenzt und auf die Tatsache, dass der Traum vom Lebensabend im eigenen Garten dann endgültig ausgeträumt wäre.

Ich kann mit dem Gedanken, es zumindest versucht zu haben „altersarm“ in eine Senioren-WG ziehen oder das Geld auf dem Konto  mit der Inflation verfallen lassen und in einigen Jahren in die gleiche Senioren-WG ziehen. Nur wüsste ich dann, dass ich selbst dran schuld bin, weil ich es nicht versucht habe.

Danach wurde es besser mit den Panik-Attacken. Auch wenn ich auch heute noch peinlichst darauf bedacht bin, keinen unnötigen teuren Firlefanz ans eigene Heim zu hängen. Gerade in diesem Moment hardere ich mit den Kniestockfenstern, die zwar schön aussehen, aber irgendwie auch doch nicht wirklich notwenig sind.

 

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