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Hochflächensande mit glanzsandigem Untergrund, das Bodengutachten!

Bodengutachten

allein meine hasige Herkunft sollte doch was Erde angeht…öhm…

nein, als ich dieses Bodengutachten in den Händen hielt wusste ich, das ich nichts wusste. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, einfach NUR ein Stück Land in Dallgow-Döberitz erwerben zu wollen. Jetzt aber kaufe ich den ganzen Landstrich einer Gegend des Online-Rollenspiels World of Warcraft.

Zumindest wenn ich die Beschreibung meines Baulandes lese, fühle ich mich zurückversetzt in meine Zeit als Online-Rollenspieler. Mein Grundstück liegt nämlich im Warschau-Berliner Urstromtal, im Bereich der Hochflächensande der Nauener Hochfläche, mit diluvial glanzsandigem Untergrund sowie sandigem Geschiebelehm. Ahh…ja. Aber der Reihe nach…

Das größte Problem beim Bau einer Luxusmiste ist ja, dass man diese irgendwo hinstellen muss. Ein Hühnerhaus hätte man zur Not auch einfach an den nächst besten Baum tackern können, mit einer Luxusmiste macht man so etwas eben nicht.

Neben dem eigentlichen Grundstück, auf dem man später die Miste errichten will, benötigt man also auch noch die Informationen über den Untergrund unter der zukünftigen Behausung. Durch dieses Erforschungsvorhaben will man  vermeiden, dass Huhn samt Miste nach Fertigstellung des Baus im Morast einer urzeitlichen Klärgrube versinkt.

Für die Klärung solche rFragen haben sich gewitzte Menschen das Bodengutachten ausgedacht. Dafür  fährt dann ein Abgesandter  des emsigen Volkes der Geologen auf das betreffende Grundstück, bohrt ein paar Löcher in den Boden und kann hierdurch im Anschluss sagen, welche Erdschicht die prächtige Luxusmiste dereinst tragen wird.

Ausserdem sagt der Herr Geologe auch, was man vor dem Aufstellen der Miste an Vorbereitungen auf dem Grundstück zu treffen hat. In unserem Fall beschränken sich die als Erdarbeiten bezeichneten Vorbereitungen auf ein akzeptables Minimum, was uns finanziell damit wohl nicht das Genick brechen wird.

In den zahlreichen Baublocks, die wir gelesen haben, waren zum Teil von recht gruselige Geschichten über sich anhäufende Erdarbeitskosten zu erfahren. Die Beschreibung: „Wir stellen unser Haus auf ein massives Silbertablett“ fasst den Horror (Schotter kostet eben Schotter) dabei relativ deutlich zusammen.

Bei unserem Boden genügt eine kleine Verdichtung des Untergrunds nach dem Abtragen des Mutterbodens. (Wieso heißt der Boden eigentlich Mutterboden und gibt dann auch noch einen Vater-Boden?)

Der Preis für dieses Gutachten lag übrigens bei moderaten 595,- €,  aber dafür hatten wir einen wirklich freundlichen Geologen der Firma Geotechnika auf dem Grundstück und ich heute ein Bodengutachten in dreifacher Ausführung auf dem Schreibtisch.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist….

 

Der Tag der ersten Mistenvertrags-Unterzeichnung
Aussuchen, verwerfen, wieder aussuchen und dann planen, planen, planen!
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