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Küchenschlachterei die Erste

KücheWerter Luxusmistenlesezirkel,

heute muss ich mich dann doch einmal ordentlich aufregen. Ok, beim Wagnis eines Hausbaus weiß sogar der samtpfötigste Hoppelhase noch vor der ersten Vertragsunterschrift, dass auf dem weiten Feld hinter jedem Maulwurfshügel Betrüger und Verbrecher lauern. Für jedes einzelne Gewerk in der Anbieterliste der möglichen Unterstützer für das Projekt gibt es mindestens einen üblen Langfinger, der jede Gelegenheit nutzen würde, um dem Hausbauhasen die sauer ersparten Möhrchen aus der Tasche zu klauben.

Das fängt bei kleinen Behördenlümmeln an, geht über die Buddelbrigaden für den Erd- und Landschaftsbau weiter zu den Haus- und Ausbaufirmen bis hin zu den freundlich Herr- und Frau-schaften der Möbel- und Küchenindustrie. Letztere rauben mir zur Zeit den allerletzten Hasennerv. Gut, Qualität kostet Geld und für ein gewisses Maß an Ausstattung, Optik und Funktionalität bin ich auch gerne bereit, angemessen zu zahlen. Angemessen bedeutetfür den profanen Luxusmistenhasen allerdings mit Sicherheit nicht, jeden noch so spontan vom Verkaufspöbel ausgewürfelten Preis zu bezahlen. Diese unverschämt, undurchsichtigen Angebotskalkulationen, die mir in den letzten Wochen vor die Hasennase gelegt oder leise in die Löffel geflüstert wurden, spotten wirklich jeder Beschreibung, aber ich beginne besser von vorne!

An einem sonnenbeschienenem Wochentag, besuchte ich mit Huhn und Beagle ein Küchenstudio im touristenüberfluteten Berlin, um an Informationen für die Luxusmistenküche zu gelangen. Nach stundenlanger Beratung und Sichtung der unterschiedlichsten Ausstellungsküchen hatten wir eine relativ genaue Vorstellung von unserer Referenztraumküche. Grundriss, Aufbau inklusive aller Schränke, Schubfächer, Elektrogeräte nebst Marken und Ausführungen wurden als Grundlage für den ultimativen Angebotsvergleich der einzelnen Küchenanbieter weitergegeben, wir wollten ja schließlich nicht Möhren mit Körnern vergleichen.

Die bisher kontaktierten“Küchenexperten“ der Hauptstadt lagen zwar preislich mit  rund 2.500,- € nicht allzu arg auseinander, aber das Geschäftsgebaren einzelner Vertreter der Spezies „Küchenschlumpf“ waren zum Teil echt mehr als grenzwertig. Die wenigsten wollten uns ihre Angebote schriftlich unterbreiten, kaum einer Einzelpreise nennen, und einer dieser Kröten gab sogar offen zu, dass genügend Kunden auf seine Offerten hereinfallen eingehen würden und er deshalb im Grunde nicht auf mich angewiesen sei. Na, vielen Dank für das Gespräch!

Ein Küchenstudio aus dem wundervollem „Korbach in Hessen“ allerdings, schoss den Vogel komplett ab.Von diesem Küchenanbieter flatterte mir vor geraumer Zeit ein sogenannter Küchengutschein über 2.000,- € auf meinem Schreibtisch. Deshalb stellte ich eine einfache Anfrage an einen Mitarbeiter dieses für mich mittlerweile recht fragwürdigen „Unternehmens“. Die Angebotsanfrage stellte ich per Mail. Ich nannte alle Details zu unserer Luxusmistenküche, inklusive Planungsskizzen. Der mit mir kommunizierende „Küchenverkaufsverbrecher“ des Küchenstudios antwortete nach mehrfachem Nachfragen 10 Tagen später! Das mir unterbreitete Angebot übertraf allerdings noch meine kühnsten Erwartungen. Der unterbreitete Preis überstieg noch das teuerste Angebot aus Berlin um weitere 6.000,- €.  Auf meine freundliche Nachfrage hin, ob man mir denn die Kalkulation und Preisfindung dieses Angebots auch näher erklären könnte, wollte man am Telefon allerdings nicht eingehen. Ich beendete das Gespräch mit einer weiteren freundlichen Ansage, die ich aber aus Gründen des Jugendschutzes hier jetzt nicht veröffentlichen möchte!

Falls sich jemand ernsthaft fragen sollte, ob sich ein Küchengutschein wirklich lohnt, dem kann ich mit gutem Gewissen davon abraten.  Die epochale Geschichte mit dem Kauf einer Küche ist noch nicht abgeschlossen… ich halte euch auf dem Laufenden!

Fortsetzung folgt!

Euer Hase

 

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One Response

  1. […] dieses Küchenstudio zwar einmal ingoknito, allerdings nur weil ich gerade in der Nähe war. Es blieb aber trotzdem schon nach dem ersten kleine Scharmützel auf der […]

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