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Mistensicherung im Katastrophenfall

HavelhavarieLiebe Leserschaft,

da die Bauzeit immer näher rückt, schob sich das eingehende Studium diverser Versicherungen in die obere Region der toDo-Liste.  Ich persönlich halte Versicherungen nicht für eine Vereinigung, die aus Gutmenschen besteht, die dem Versicherten im Notfall aus der Patsche hilft.

Nach meinem Geschmack handelt es sich hier eher um eine Zunft, die bemüht ist, dem ahnungslosen Mitbürger mit großen Versprechungen Geld aus der Tasche zu ziehen, um ihn dann im Ernstfall sitzen zu lassen.

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt bei der Auswahl der Versicherungsanstalt unseres Vertrauens war somit also, dass der Versicherungsfuzzi der mit uns Geld verdienen darf, zumindest dynamisch und symphatisch und mit einem blend-a-med-Lächeln bewaffnet sein sollte.

So, wie der Herr Kaiser, der uns früher fürsorglich über unseren Fernsehbildschirm zulächelte, bevor dies aus Zeitgründen aufgegeben werden musste, weil seine Genossen mit ausschweifenden Sexparties für herausragende vertriebliche Leistungen ausgelastet wurden.

An Versicherungen mussten beschafft werden, eine

  • Bauherrenhaftpflicht
  • Bauleistung
  • Feuerrohbau bzw. Wohngebäude mit inbegriffener Feuerrohbauversicherung

Zusätzlich zu meinen Vorurteilen zur Versicherungszunft bin ich auch kein Freund des Check24. Was nützt mir die günstigste Versicherung, wenn wichtige Dinge, wie beispielsweise Schmorschäden durch huhnische Unfähigkeit beim Bügeln mit anschließendem Brand des Sofas und der Goldkanten-Gardine leider ausgeschlossen sind.

Ich ließ mich anstatt von Check24 auf der Internetseite der Stiftung Warentest  über die Mindestanforderungen an eine Wohngebäudeversicherung erhellen, anschließend suchte ich einige potentielle Kandidaten heraus und beauftragte den Hasen mit der telefonischen Sichtung.

Übrig geblieben sind am Ende des Auswahlverfahrens die Helvetia und die Zuricher. Die Zuricher fiel dann aber wieder heraus, weil niemand zur Terminvereinbarung zu erreichen war.

Es klingelte, ich rief mir noch einmal das Bild des unschuldigen Herrn Kaiser aus meiner Jugend vor Augen und dann rauschte auch schon ein dynamischer und jung wirkender Versicherungsmensch über die Fußmatte in unser Wohnzimmer. Angesichts der Geruchsexplosion fragte ich mich, ob der echte Herr Kaiser eigentlich auch ein Faible für knoblauchhaltige Nahrung hatte.

Der junge Herr Helvetia klappte dann ein Notebook mit altmodischem Betriebssystem auf. Wunderbar, dass es mir im Leben noch einmal vergönnt war auf einen XP-Desktop zu schauen, bevor das Produkt jetzt aus der Wartung genommen wird! Ausführlich erläuterte er uns die Versicherungsbedingungen und beantwortete alle Fragen geduldig. Schließlich wurde noch die voll umfängliche Absicherung der Solarthermie auf dem Dach als Zusatzvereinbarung in den Vertrag aufgenommen und am Ende unterschrieben wir das Paket bestehend aus allen 3 Versicherungen.

Wir hakten diesen Punkt also mit dem glücklichen Gefühl ab, dass falls unsere Miste zum Beispiel bei Hochwasser irgendwann einmal ohne Steuermann die Havel runter schippern sollte und dabei mit einem vorbei schwimmenden Eisberg kollidiert, wir  ja dann jetzt versichert sind.

Huhnischer Gruß an alle

Über-, Unter- und nicht-Versicherten!

 

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