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Pflasterei mit Ralle

Mistenzeit: 20.08.-25.08.2014

Berauscht vom Hausbau-Boom scheinen sich Garten- und Landschaftsbauer in preislich ungeahnte Höhen zu katapultieren, nur um dort über weitere Preiserhöhungen nachzudenken. Dies zeigte sich leider nach diversen Preisanfragen für unsere Außenmiste sehr schnell. Unwissenschaftlich-huhnisch-statische Erhebungen während der Bauphase haben jedoch ergeben, dass der Preis eines mittelständischen Handwerkers mit der Komplexität seines Internetauftritts korreliert.

Das Wissen über dieses Prinzip sollte sich bei der weiteren Gestaltung der Außenanlagen als nützlich erweisen. Denn ich konzentrierte nachdem der letzte hochpreisige Luxusgartenbauer den Mistengrund verlassen hatte, meine Online Suche nun darauf, eine Person zu finden, die sich mit dem Setzen von Pflastersteinen auskennt, eine simple und möglichst unschöne Website besitzt und dort versteckt vermerkt hat, dass er über x-Jahre Berufserfahrung verfüge. Gleichzeitig darf der Sitz des Handwerkers natürlich nicht all zu weit von der Miste entfernt sein, um unnötige Kosten für die Anreise von vorne herein zu vermeiden.

Nach mehrstündiger und anfangs erfolgloser Suche stieß ich dann aber auf "Pflaster-Ralle". Hühner suchen, Hasen verhandeln und 3 Tage später rückte Ralle zur Begutachtung und Kostenabschätzung auf dem Mistengrund an. Ein simples Angebot besiegelte die Anfertigung der Sauberkeitsschicht und das Pflastern des Einfahrtsbereichs. Der Hase selbst wurde als Hilfskraft eingeplant, was dem armen Löffeltier einen eindrucksvollen Einblick in 5 harte Arbeitstage im Leben eines Vollblut-Steinsetzers bescherte.

Da auch für eine einfache Einfahrt einiges an Erdarbeiten bewältigt werden musste, hat der Hase sich kurzerhand selbst als Baggerfahrer ausgebildet. Unter den staunenden Augen der Nachbarskinder wurden insgesamt ganze 15 m3 Erde bewegt, umgelagert und zum grössten Teil entsorgt. Danach ging es ans fröhliche Pflastern.

Die einst zarten Finger scheinen sich nach dieser Arbeit noch ein wenig prankenähnlicher ausgedehnt zu haben und der Oberarmumfang wuchs in um mindestens 2mm, aber immerhin gewann der Hase In der herbstlichen Sonne nach der ganzen Arbeit in der inneren Miste wieder etwas von der ursprünglich gesunden Gesichtsfarbe zurück.

Da ich wie gewohnt harter körperlicher Arbeit aus dem Weg gehe, beobachtete ich das Treiben fotodokumentarisch von meinen Schreibtisch aus und bewunderte das Endresultat.

Smørrebrød - Smørrebrød - Ha-sen-küch-e ....
Tage der offenen Miste
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