Home » Blog » Hausbau Allgemein » Wasserschlacht und Anzeigenfortschritt mit Bauantrag

Wasserschlacht und Anzeigenfortschritt mit Bauantrag

BauantragspapierbergWieder liegt ein kleiner Abschnitt unseres Luxusmistenprojektes erledigt hinter uns. Am 12. September 2013 trudelte ein dickes Paket mit einem Stapel bedrucktem Papier bei uns ein. Nach dem Öffnen lagen dann die Unterlagen für die Bauanzeige und einen vorläufige Mehrkostenrechnung vor uns.

Da in unserem Baugebiet kein Bauantrag notwendig ist, wenn man sich an den vorgeschriebenen Bebauungsplan hält, ist es wichtig, dass die Bauanzeige alle notwendigen Unterlagen enthält und keine gravierenden Fehler aufweist. Beim genauen Durchsehen dieses Papierwustes fielen uns aber natürlich gleich ein paar kleine Fehler auf, die ich am folgenden Montag noch mit dem Architekten klären musste. Verwirrende Angaben über die Anzahl der „Vollgeschosse“ und die genaue Größe der Luxusmiste passten nicht ganz zu unseren Plänen.

Nach einem Telefonat mit dem Architekt Herrn B., der mir versicherte, dass diese kleinen Unstimmigkeiten kein Problem darstellten und dass es laut Bauordnung keine halben sondern nur ganze Geschosse gäbe, unterschrieb ich die Anträge und brachte diese am 16.09.2013 persönlich ins Bauamt nach Nauen.

Auf dem Rückweg nach Berlin machte ich noch einen Abstecher zum Wasserversorger, um dort die Anträge zur Entwässerungsgenehmigung und für den Wasseranschluss abzugeben. Bei einem kurzen Gespräch mit einer freundlichen Sachbearbeiterin der OHV über die Wasserver- und Entsorgung unsere Luxusmiste, erfuhr ich, dass der vom Architekten geplante Wasseranschluss so nicht gebaut werden kann. Der Wasseranschluss darf wohl auf dem Grundstück nur einmal abknicken, im Plan waren aber 4 Knicke eingezeichnet.

Sofort rief ich wieder bei unserm Architekten an und fragte ihn nach einer Lösung für dieses nun völlig unerwartete Problem. Nach einigem telefonischen Hin und Her zwischen mir, dem Architekten und der Sachbearbeiterin von der Wasserversorgung konnte ich eine Lösung finden, zumindest vorläufig. Der Wasserversorger lässt sich auf eine Zwei-Knick-Lösung ein. Da diese Lösung  aber nur mündlich abgesprochen wurde, bin ich gespannt, ob es hier nicht später noch zu Problemen kommen wird, wenn erstmal die Ausführungspläne für die Bodenplatte bei uns eintrudeln.

Was das Wasser angeht, war die Woche nach der Antragsabgabe aber sowieso recht aufregend. Für unseren Luxusmisten-Hausbau brauchen wir nämlich auch noch eine Lösung für das Regenwasser, das unser Luxusmistendach aus unserem Luxusmistenhaus fern halten soll. Dieses Regenwasser darf nämlich nicht einfach nur so einfach aus der Regenrinne auf unser Grundstück laufen sondern bedarf einer besonderen Versickerungsanlage.

Diese Versickerungsanlagen gibt es in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. Unser Geologe, der auch schon die Untersuchung unseres Luxusmisten-Baugrundes gemacht hatte, sorgte bei seiner ersten Berechnung für einen mittleren Schock. In seiner Versickerungsberechnung war die mit Abstand teuerste Variante, ein Versickerungsschacht ausgeführt. Unser Architekt ist laut unseres Bodengutachtes aber immer von einer Versickerungsmulde ausgegangen. Ich telefonierte daraufhin nochmal mit Herrn V., dem freundlichen Geologen von Geotechnica und fragte ihn, ob bei uns nicht auch eine Mulde möglich sei. Zu unserem Glück beruhte die Berechnung eines Versickerungsschachts vom Geologen wohl auf einem Kommunikationsirrtum zwischen mir und Herrn V..

Juchhe, das spart genau die Menge an Hasengeld, das die Mehrkostenrechnung für die Luxusmiste mit den Bauantragsunterlagen offenbart hat.

Jetzt heist es ab Montag noch 16 Tage warten, dann dürften wir rein rechtlich anfangen zu bauen, wann es dann aber wirklich los geht, wissen wir zur Zeit leider selbst noch nicht. Wir warten mit Spannung auf einen genauen Termin.

……

 

Küchenfenster mit 280 km Aussicht
Neues von der Mistenfront, Vorabzüge von Fingerhaus

3 Responses

  1. […] alle, die es vergessen hatten, der feine Bauherr Herr Hase wurde nach der persönlichen Übergabe der Bauanzeige-Unterlagen im […]

  2. Conny
    |

    Ein gesundes neues Jahr wünsche ich euch zunächst und bin mir sicher, dass ein aufregendes (Bau-)Jahr auf euch wartet. Sehr gerne lese ich euren Blog in regelmäßigen Abständen. Zum einen, weil ihr auch in Dallgow baut und zum anderen, weil ihr uns in den administrativen Sachen einen zeitlichen Schritt voraus seid. Und natürlich auch, weil ein so charmantes Trio aus Beagle, Huhn und Hase einfach in das schöne Dallgow passt!

    Zum Thema Bauantrag würde mich interessieren, ob ihr einen BauANTRAG oder eine BauANZEIGE eingereicht habt. Ich gehe einmal davon aus, dass es sich hierbei um unterschiedliche Formulare handelt. Hintergrund meiner Frage ist, dass unsere Baufirma – wohl wissend, dass eine Bauanzeige ausreicht & wir in allen Punkten dem B-Plan entsprechen – einen BauANTRAG stellen möchte. Auf eurem Zeitreisemobil-Zeitstrahl habe ich gesehen, dass zwischen Einreichen des BauANTRAGES und Baufreigabe nur vier Wochen lagen. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss, dass auch auf einen Bauantrag die Baufreigabe sehr schnell erfolgen kann.

    Viele Grüße von der zukünftig anderen Seite des Egelpfuhls
    Conny

    • Miss Huhn
      |

      Hallo Conny,
      wir wünschen Dir auch ein schönes neues Jahr 🙂

      Wir haben für unsere Luxusmiste lediglich die Form der Bauanzeige gewählt. Vorraussetzung für eine Bauanzeige ist allerdings, eine zwingend erforderliche Einhaltung der Vorgaben im B-Plan. Eine Baunanzeige gilt nach 4 Wochen als genehmigt, sofern das Bauamt keinen Einspruch einlegt. Der Bau muss dann innerhalb von 5 Jahren begonnen sein, sonst müsste man eine neue Bauanzeige stellen. Bei einem Einspruch des Baumamts zur Bauanzeige muss jedes Mal eine neue Anzeige gestellt werden. Jede neu Anzeige kostet wieder die gleiche Bauanzeigegebühr. Ein Bauantrag dauert länger, weil jedes Detail genau geprüft wird und kostet auch mehr.

      Du kannst uns bei weiteren Fragen auch gerne per Mail erreichen.
      Wir haben Euren Baublock mal verlinkt.

      Viele Grüße Marion & Michael

Comments are closed.